Aktuelles

Bei Interesse an weiteren Pressematerialien und Informationen können Sie sich gerne an info(at)bremen-kommt.de wenden.

Podiumsdiskussion zur Standortfrage

Weser-Kurier, 01. Dezember 2011

Artikel von Sebastian Manz

(Artikel zum Vergrößern bitte "anklicken")

Weser-Kurier, 01. Dezember 2011

Wann platzt die Kulturblase?...

... fragt Konstantin Richter in seinem Artikel in der Welt am Sonntag am 6. November 2011
Können wir uns eigentlich ein breites kulturelles Angebot vor dem Hintergrund der derzeitigen Finanzlage von Bund und Ländern überhaupt noch leisten? Der Journalist Konstantin Richter findet nicht.
Die Kulturbranche habe sich zu sehr berauscht an der Idee, Wirtschaftsfaktor zu werden, schreibt der 40-Jährige in seinem Artikel und beklagt ein deutliches Überangebot an Kultur. Unter der Vielzahl von Neuerscheinungen im Theater, Verlags- und Kunstbetrieb leide die Qualität und die Nachhaltigkeit einzelner Werke stark.
Das meiste, was die Kulturbranche hervorbringt, sei in ein paar Monaten eh wieder in der Versenkung verschwunden. „Warum werfen die Buchverlage doppelt so viele Titel auf den Markt wie vor vierzig Jahren? Muss jede Kleinstadt Sommermusikfestspiele haben? Verdienen der Deutsche Fußball-Bund, der Expressionist Heinrich Campendonk und die Berliner Currywurst alle ein eigenes Museum? Und gibt es einen Punkt, an dem es auch ein bisschen weniger sein darf?“, hinterfragt Richter kritisch.
Selbst die staatliche subventionierte Hochkultur hat sich der Aufmerksamskeitsökononie unterworfen. Könnte also diese Krise noch zur Chance werden?
Die Unternehmensberater der Boston Consulting Group haben gerade in einer Studie veröffentlicht,  wofür die Deutschen ihr Geld ausgeben: 33 Prozent fürs Wohnen, 15 Prozent fürs Auto, 14 Prozent fürs Essen und Trinken, elf Prozent für Kultur und Freizeit.  Da man für gewöhnlich anfange an Dingen zu sparen, die mit Überfluss assoziiert werden, müsse eben auch die Kultur zurückstecken. „Und das wäre keine Katastrophe“, stellt Richter zum Schluss seines Artikels fest.
Artikel: > Welt am Sonntag

Bremen braucht ein Marke

Zu Senator Günthner im Weser-Kurier vom 13. Oktober 2011

Es bewegt sich was: Auch der Wirtschaftssenator Herr Günthner scheint allmählich zu verstehen, was wir schon lange sagen. Es genügt nämlich nicht, Fahrradfahrer mit Hochgeschwindigkeitstrassen zu privilegieren und alles andere diesem Privileg unterzuordnen. Und das war es dann. Standortentwicklung ist für alle da. Für Junge und Alte, Gesunde und Kranke, Kinder und Erwachsene, Schüler und Studenten, Singles und Familien, Angestellte und Unternehmer und last but not least: Fußgänger, Radfahrer und Autofahrer.

Es geht darum, nicht nur unseren Bürgern eine Perspektive zu geben, sondern auch den Menschen, die ihre Berufs- und individuellen Lebensplanungen in unserem Wirtschaftsraum suchen und finden möchten. Dazu brauchen wir neben interessanten Arbeitsmöglichkeiten eine gute gesundheitliche Versorgung, gute Bildungsangebote, gute berufliche Perspektiven und: Kultur, Shopping, Freizeit.

Bremen braucht zur Entfaltung dieser individuellen Lebensplanungen Vielfalt an Arbeitplätzen und Mut zu personellen Investitionen in langzeitperspektivische Arbeitsverhältnisse. Dadurch entsteht Kaufkraft, die Konsumnachfrage erzeugt und zur Verbreiterung der Vielfalt der individuellen Leistungsangebote z. B. im Einzelhandel beiträgt.

Und wir glauben: Der Schlüssel zu diesem Erfolg ist die funktionierende Verbindung von Wissenschaft und Wirtschaft. Aus dieser Verbindung schöpfen sich die Kräfte, die die prosperierende Entwicklung dieser Stadt entfalten werden.

Kommentar von Axel Schuller / Weser Report

Kommentar von Axel Schuller / Weser Report vom 25.09.2011

"Zum Jagen tragen"

Tu was! Zeig Zivilcourage!

„Tag der Zivilcourage“ am 19. September 2011
„Zivilcourage ist der Mut, überall unerschrocken seine eigene Meinung zu vertreten“ – so steht es im Duden. Tagtäglich werden wir mit Situationen konfrontiert, in denen Zivilcourage gefragt ist. Ob im Betrieb, in der Schule, in der Schlange im Supermarkt, bei der Erziehung unserer Kinder, in der Bahn, im Bus, auf der Straße, in der Nachbarschaft. Zumeist sind es jedoch die spektakulären Fälle, die darauf aufmerksam machen, wie notwendig eine gesellschaftliche Auseinandersetzung mit Zivilcourage ist. Der Fall Dominik Brunner in München hat 2009 dieÖffentlichkeit zwar erschüttert und ein großes Medienecho hervorgerufen, ein nachhaltiger breiter Diskurs findet jedoch kaum statt.
"Tu was! Zeig´ Zivilcourage!" so lautet der Name der Initiative die sich aus diesem Grund nun in Bremen gegründet hat. Ziel ist eine Kooperation unterschiedlicher Gesellschaftsgruppen, um die Vielzahl der Perspektiven zum Thema „Zivilcourage“ gezielter zu verbreiten und alltagsbezogene Aufklärung zu leisten. Zu den Gründungsmitgliedern der Initiative gehören die Polizei Bremen, die BSAG, der Verein ‚Bremen kommtʼ, der City Airport Bremen und die Bremische evangelische Kirche. Weitere Unterstützer sind der „Weiße Ring“, das Lidice-Haus, die Initiativen „ProMeile“ und „Nachtwanderer“. Schirmfrau der Initiative ist die Senatorin für Soziales, Kinder, Jugend und Frauen Anja Stahmann. „Wir betrachten es als dringend notwendig, Zivilcourage im Alltag der Menschen zu verankern, um das soziale Klima in der Gesellschaft zu verstärken, um physische und psychische Gewalt in bisherigem Umfang nicht mehr zuzulassen“, erklärt Norbert Kuntze, Sprecher der Initiative. Um dies zu erreichen, braucht es die Förderung sozialer Kompetenzen: Vermittlung von Verhaltensmustern in Notsituationen, Prävention, Opferhilfe, verantwortliches Handeln, allgemeine Aufmerksamkeit gegenüber den Mitmenschen und ehrenamtliches Engagement. Viele Bürger engagieren sich bereits, aber oftmals mangelt es an den Kenntnissen, wie Zivilcourage richtig ausgeübt werden kann, ohne sich beispielsweise selbst zu gefährden.

Mitmachaktionen geplant
Über das Internetportal www.zeig-courage.de stellt die Initiative „Tu was! Zeig´ Zivilcourage!“ künftig Informationen rund um das Thema Zivilcourage bereit. Zudem planen die Beteiligten die Produktion und Streuung weiterer Informationsmaterialien, um das Bewusstsein unter den Menschen für das Thema zu stärken. Dazu gehören beispielsweise Audiospots die über die Bandbreite des Themas informieren und als Downloads im Internet sowie als Podcast zur Verfügung stehen werden. Darüber hinaus sind Mitmachaktionen geplant: Menschen sollen über das Internet aufgerufen werden, Kurzvideos rund um Zivilcourage zu drehen und über Internetportale und die sozialen Netzwerke zu veröffentlichen, um so einen breiten Diskurs zu entfachen.
Diese Videos sollen zudem im öffentlichen Raum sichtbar werden.

19. September: Tag der Zivilcourage
Um das Thema aktiv in die Öffentlichkeit zu tragen, plant die Initiative am Montag, den 19. September 2011 auf dem Bremer Marktplatz den "1. Tag der Zivilcourage Bremen". Während der Veranstaltung stellen die Akteure der Initiative Beispielprojekte vor, Trainer der Polizei informieren Besucher im richtigen couragierten Verhalten in Alltagssituationen und Theaterstücke zum Thema werden gezeigt. Neben der Schirmfrau der Veranstaltung Senatorin Anja Stahmann haben auch der Präsident der Bremischen Bürgerschaft
Christian Weber sowie Innensenator Ulrich Mäurer seine Teilnahme bereits zugesagt.

>> www.zeig-courage.de

"Frauen rechnen sich" – Diskussionsveranstaltung vom 21.06.11

Gäste:
Ulrike Hauffe,
Bremer Landesfrauenbeauftragte
Martha Jansen,
Präsidentin des Landesrechnungshofes Niedersachsen
Susanne Risch,
Chefredakteurin von "brand eins"
Stefan Burghardt,
Vorsitzender der Geschäftsleitung Commerzbank AG in Bremen 

Moderation: Hans August Kruse, stellv. Vorsitzender

Ob weiblich oder männlich, jung oder alt, mit oder ohne Migrationshintergrund – Studien haben längst bewiesen, dass Diversity die Produktivität in Unternehmen maßgeblich steigert.
Trotz der besseren Schul- und Studienabschlüsse sind Frauen in Führungspositionen nach wie vor deutlich seltener vertreten als Männer. Die Ursache dafür liegt weniger bei den Frauen und Männern selbst als in unserem Wertesystem: Unsere Langzeit- und Präsenzarbeitskultur lässt sich mit Familie und Kindern nicht verbinden.
Unternehmen müssen Voraussetzungen für flexiblere Arbeitsmodelle schaffen, so dass Männer und Frauen Karriere und Familie, bezahlte Erwerbsarbeit und unbezahlte Sorgearbeit miteinander verbinden können.
Das Kinderthema darf keine Frauen-, sondern muss eine Elternfrage sein.

Diskussionsabend zum Thema Zivilcourage

v.l.: M. Michel, H. Münch, H. Ihnen, H.-A. Kruse

Von Nina Seegers

HINSEHEN UND EINPRÄGEN
Was tun, wenn man beobachtet, dass ein Mensch von einem anderen bedrängt, beschimpft oder bedroht wird? Um diese Frage ging es am Mittwoch, 8. Juni im Justizzentrum am Wall. Der Verein Bremen kommt veranstaltete zum Thema Zivilcourage einen Informations-und Diskussionsabend mit Polizeipräsident Holder Münch.
Gerade in jüngster Zeit scheinen sich die Fälle von brutalen Übergriffen auf Mitmenschen durch jugendliche Täter zu häufen. Der Vorfall in der Münchener S-Bahn, als Dominik Brunner sich in einen Streit von Jugendlichen einmischte und dafür mit seinem Leben bezahlte, oder der brutale Übergriff auf einen 29-jährigen Mann an einer Berliner U-Bahnstation im vergangenen April sind nur zwei Beispiele. Laut Statistik ist die Anzahl gewalttätiger Übergriffe von Jugendlichen in den vergangenen Jahren allerdings gesunken. „Die Qualität ist aber eine andere, die Täter gehen oftmals mit einer größeren Brutalität vor", erklärte Bremens Polizeipräsident Holger Münch am Mittwochabend.Der Verein Bremen kommt hatte ihn und den Kriminalbeamten Holger Ihnen, Spezialist für Zivilcourage, als Referenten zum Thema Zivilcourage eingeladen. „Wenn Sie beobachten, dass jemand von einem anderen bedrängt oder angegriffen wird, gehen Sie niemals dazwischen!", warnte Ihnen gleich zu Anfang seines Vortrags und verdeutlichte sodann anhand von praktischen Regeln, was unter Zivilcourage zu verstehen ist und wie man sich als Bürger verhalten soll, wenn man merkt, dass eine andere Person Hilfe benötigt. „Sehen Sie zunächst genau hin, um die Situation einzuschätzen. Dann organisieren Sie Hilfe, indem Sie die Polizei benachrichtigen und andere Mitbürger aktiv zur  Mithilfe aufzufordern. Kümmern Sie sich gegebenenfalls um das Opfer und versuchen Sie sich so viel es geht über den Täter einzuprägen, um nach der Tat als Zeuge bei Aufklärung der Tat behilflich zu sein", fasste Ihnen am Ende seines Vortrags noch einmal zusammen. Es gehe nicht darum, den Helden zu spielen, aber alle trügen eine Verantwortung dafür, dass das Zusammenleben in unserer Gesellschaft friedlich und zivilisiert verläuft, so Ihnen.Obwohl für die Veranstaltung im Vorfeld umfangreich geworben worden war, waren nur knapp 30 Gäste erschienen. Einer der Veranstalter, Hans-August Kruse vom Verein Bremen kommt, zeigte sich ernüchtert. „Wir haben uns wirklich bemüht, diesen Saal zu füllen, aber dass nun doch so wenige Gäste gekommen sind, ist ein weiteres Zeichen dafür, dass die Menschen verdrängen." Für den Verein ein Grund mehr, sich auch in Zukunft verstärkt für  Zivilcourage in Bremen einzusetzen.
Weitere Informationen zum Thema auf: www.aktion-tu-was.de

Jacobs University: Kluge Köpfe zieht es nach Bremen

Erstklassige Forschung und Lehre, Internationalität und innovative Zusammenarbeit der einzelnen Fachbereiche (Transdisziplinarität) – mit diesen Prämissen stellt sich die Jacobs University den Bildungsherausforderungen des 21. Jahrhunderts.

Als private, staatlich anerkannte Institution hat es sich die Jacobs University zum Ziel gesetzt, ihre Studenten auf höchstem Niveau zu verantwortungsbewussten Weltbürgern auszubilden, die mit ihren außergewöhnlichen Fähigkeiten gezielt die Führungsaufgaben einer globalisierten Welt in Angriff nehmen.

Der Jacobs Präsident Prof. Dr. Treusch betontvor allem den Willen zum Wandel. „Wir sind eine relativ kleine Universität und damit veränderungsfähig. So sind und bleiben wir wettbewerbsfähig und das nicht nur auf regionaler, sondern auch auf internationaler Bühne.“

  • Großes Studienangebot, individuelle Betreuung und Forschung ab dem Erstsemester
  • Enge Zusammenarbeit mit Bremer Wirtschaft und Wissenschaft
  • 10 Jahre Jacobs University – neue Ziele in Forschung und Lehre

Dr. h.c. Peter Schulz sprach am 05. Mai 2011 im Hafenclub

Hamburger Ex-Bürgermeisters Peter Schulz (SPD)
Hamburger Ex-Bürgermeisters Peter Schulz (SPD)
  • Deutschland kann sich Bremen als Bundesland leisten. Daher gilt es, seine Selbstständigkeit zu erhalten. Aber: Bremen muss sich mit seiner finanziellen Situation kritisch auseinandersetzen und den Geberländern signalisieren, dass es sich bemüht.
  • Bremen war und ist in vielerlei Hinsicht der Stachel im Fleische Hamburgs: Die Bremer sind Visionäre, denn die prekäre finanzielle Situation veranlasst das kleinste Bundesland Deutschlands immer wieder zu besonderen Leistungen, Ideenreichtum und mutigen Entscheidungen.

Die A 20, eine Gefahr für die A 281?

Bremer Bürger durften sich am 11. Februar 2001 erneut im WESER KURIER die Planung und den Verlauf der A 20 anschauen und zum wiederholten Male lesen, dass der niedersächsische Ministerpräsident McAllister diese Autobahn in seine vordringlichen Vorhaben aufgenommen hat. Die Autobahn soll von Lübeck über Bad Segeberg nach Westen führen, bei Drochtersen die Elbe queren, südlich an Bremerhaven vorbei nach Wilhelmshaven führen, dort die A 29 queren und auf die A 28 führen.

Schleswig Holstein unterstützt dieses Projekt mit allen politischen Kräften. S/H ist sich bewusst, dass diese Trassenführung seine letzte Chance ist, den Westen von S/H an die wirtschaftliche Entwicklung des Landes anzubinden und mit ihr Arbeit ins Land zu holen. Würde hingegen die alternativ diskutierte Nord-/Südspange realisiert, die von Lübeck östlich von Hamburg auf der Höhe Braunschweig auf die A 7 führen soll, wäre das Projekt A 20 möglicherweise endgültig vom Tisch.

Jeder, der diesen Plan sieht, sollte sich eigentlich fragen: Was bedeutet die Realisierung der A 20 für Bremen? Sie bedeutet:

  • Schnelle Anbindung des gesamten Gebiets nach Westen über WHV auf die A 31 ins Ruhrgebiet und nach Holland/Belgien/Frankreich.

  • Schnelle Anbindung des gesamten Gebiets nach Norden über Bad Segeberg nach Lübeck an die Ostsee/Berlin/Polen.

  • Schnelle Anbindung des gesamten Gebiets westlich und östlich von BHV über die A 27 auf die A1 nach Süden in Richtung Osnabrück/Münster und nach Norden in Richtung Hamburg über die in beide Richtungen ausgebaute und modernisierte Hansa Linie und nach Osten über Hannover weiter auf der A 7 nach Frankfurt oder Fulda.
  • Zunahme der wirtschaftlichen Bedeutung von Bremerhaven und Wilhelmshaven und damit einhergehendem wachsenden politischen Selbstbewusstsein mit allen politischen Konsequenzen.

  • Ggf. Rückzug des Bundes aus der Realisierung des Projektes A 281 mit Konsequenzen für die BAB - Anschlüsse Arsten oder Bremen/Brinkum im Osten und im Westen mit Weserquerung zum Anschluss Bremen/Industriehäfen.

Bremen kann diese Entwicklung nicht aufhalten. Während Bremen diskutiert und lamentiert, macht das benachbarte Niedersachsen Politik.

Bremens Zukunfsfelder

Die neue Arbeitsgruppe "Bremens Zukunftsfelder" traf sich am 25. Januar 2011 in den Geschäftsräumen der Firma Panolife im Speicher XI

Die Runde stellt fest, dass Bremen wirtschaftlich, kulturell und kunsthistorisch sehr viel zu bieten hat. Zugleich ist festzustellen, dass die Wahrnehmung Bremens von außen eher "negativ" ist (Vulkan-Pleite, Space-Park, Kevin, hohe Arbeitslosigkeit, Überschuldung). Bremen ist gefangen in seiner Tradition, wirkt alt, unbeweglich, gilt "bestenfalls" als "Sorgenkind" der Republik. Institutionen wie "Eiswette" "Schaffermahlzeit", Club zu Bremen etc. sind elitär und erscheinen eher wie ein innerer Zirkel, der sich nach außen abschottet. "Der Bremer" kauft in Hamburg, um seinen Wohlstand nicht zeigen zu müssen. Er ist "Understater".

Um die Stadt aus dieser Sichtweise herauszuführen, fordert die Runde Maßnahmen zur:

  • Identifikation der Bürger mit ihrer Stadt
  • nachhaltigen lokalen, regionalen und nationalen Veränderung der Wahrnehmung
  • Bewusstseinsveränderung.
  • Zehn gute Argumente für Bremen

Es gilt, Nutzen zu stiften und das Land Bremen voranzutreiben zu einem Zentrum der Exzellenz. Historie, Kultur, Können und Wissen sind herauszustellen und mit der Forderung nach Modernität, Weltoffenheit und Toleranz zu verbinden. Das Ziel ist, Bremen/Bremerhaven und die Region zu stärken, sowie in den Wettbewerb mit anderen Regionen zu treten. Die positiven Strukturen und die Besonderheit des Stadtstaates Bremen müssen intensiver der überregionalen Öffentlichkeit verdeutlicht werden.

"Bremen Kommt"  will sich umfassend informieren und als Denk- und Handlungsforum die Bürger der Stadt einladen. Wir wollen lernen von anderen Städten und Regionen, die erfolgreich sind (wie z. B. Dresden, Dortmund, Vechta etc.). Wir werden mit abstrahierten Fragen weitere Fragen, Dialoge und breit angelegte Diskussionen provozieren, in Gang setzen und Antworten finden.

v. links: H.-A. Kruse, B. Panzlau, M. Michel

Manfred Michel über bremische Probleme und Chancen der Stadt

Weser-Kurier, 25. September 2010

Alexander Klay sprach mit dem Vorsitzenden Manfred Michel über die ersten Monate, bremische Probleme und Zukunftsideen.

(Artikel zum Vergrößern bitte "anklicken")

 

Artikel im Weser-Kurier, 25.09.10
[+] Weser-Kurier, 25.09.10; "Die Bildungsmisere ist ein Riesenproblem"

Ankündigung: Vortrag zum Miteinander der Weltreligionen.

Weser Kurier vom 13. September 2010 (wk)

Das Miteinander der drei Weltreligionen ist das Thema einer Vortragsveranstaltung, die der Verein "Bremen-kommt" morgen Abend ab 18 Uhr auf dem Pausenhof in der St.-Johannis-Schule in der Dechanatstraße abhält. Das Referat unter der Überschrift "Christentum, Judentum, Islam. Die drei Weltreligionen - Chancen oder Hindernis" wird der katholische Propst Dr. Martin Schomaker halten.


Die Teilnahme an dem Vortrag und der anschließenden Diskussion steht auch Nichtmitgliedern offen. Der Vortrag wird von einem musikalischen Rahmenprogramm begleitet. Der Verein bittet um telefonische Voranmeldung in seinem Sekretariat unter der Nummer: 0421/336 593 90.
"Bremen-kommt" ist ein Zusammenschluss von Menschen, die das Ziel ein, die Stadt positiv zu verändern

Vortrag v. 14.9.: Die drei Weltreligionen - Chance oder Hindernis

Probst Dr. Martin Schomaker

Christentum, Judentum, Islam »Die drei Weltreligionen - Chance oder Hindernis«

Vortrag am 14. September 2010 bei "Bremen kommt" im Willehadsaal

Der Vortrag wurde frei gehalten. Dies sind lediglich Stichworte bzw. Quellentexte, die zitiert und kommentiert wurden.

 

1. Aus dem Blickwinkel eines kath. Theologen
Ich habe eine eigene Verortung und befinde mich nicht auf der Metaebene.

2. Rückblick in die jüngere Geschichte
Vor 60 Jahren waren 96 Prozent der Bevölkerung in Westdeutschland Mitglied einer der ev. Landeskirchen oder der kath. Kirche.  Es gab auch - insbesondere aus der Perspektive der kath. Kirche - eine enge Kirchenbindung. In den 50er Jahren lag der Kirchenbesuch bei über 50 Prozent. Also: Fast alle Bewohner der alten BRD waren in einer der großen christlichen Kirchen organisiert, oft mit enger emotionaler Bindung, heute sind es nicht mehr Zweidrittel und auch die Bindung an eine der Kirche ist nicht mehr so eng. In den Städten wie in Bremen sind es sogar erheblich weniger: Der Prozentsatz der Kirchenmitglieder und die Kirchenbindung.Vor einigen Jahrzehnten war die Frage nach dem Zusammenleben der Weltreligionen eher ein abstraktes Thema. Das hat sich geändert.In wenigen Jahrzehnten hat sich die Gesellschaft von einer mehr oder weniger homogen geprägten Gesellschaft zu einer multikulturellen und multireligiösen Gesellschaft entwickelt. Es ist notwendig, sich dieser Gegebenheit zu stellen. Es gibt dafür auch eine theol. Begründung, da es die Aufgabe der Kirche ist, "Einheit und Liebe unter den Menschen ... zu fördern", NA 1. In den verschiedenen Religionen gibt es "Wahres" und "Heiligen" - dies haben bereits die Kirchenväter betont. Daher: Dialog, Zusammenarbeit, ...

3. Religionsfreiheit
In den Jahren von 1962 bis 1965 fand das Zweite Vatikanische Konzil statt. Zu den bedeutenden Texten gehört: Dignitatis Humanae.

Daraus einige Zitate:
"Das Vatikanische Konzil erklärt, dass die menschliche Person das Recht auf religiöse Freiheit hat. Diese Freiheit besteht darin, dass alle Menschen frei sein müssen von jedem Zwang sowohl von Seiten Einzelner wie gesellschaftlicher Gruppen, wie jeglicher menschlicher Gewalt, so dass in religiösen Dingen niemand gezwungen wird, gegen sein Gewissen zu handeln, noch daran gehindert wird, privat und öffentlich, als einzelner oder in Verbindung mit anderen - innerhalb der gebührenden Grenzen - nach seinem Gewissen zu handeln." (DH 2) - Die gerechte öffentliche Ordnung muss gewahrt bleiben.
Das bedeutet selbstverständlich auch, dass ein Austritt aus der Religionsgemeinschaft möglich sein muss. Es darf keine Überredung geben.
"Es geschieht ... ein Unrecht gegen die menschliche Person und gegen die Ordnung selbst, in die die Menschen von Gott hineingestellt sind, wenn jemandem die freie Verwirklichung der Religion in der Gesellschaft verweigert wird, vorausgesetzt, dass die gerechte öffentliche Ordnung gewahrt bleibt." (DH3)
Artikel 4 nennt ausdrücklich: Einrichtungen, Unterricht, Kontakt zu religiösen Gemeinschaften in anderen Teilen der Erde, Gebäude ...
"Somit verfolgt die Kirche in Treue zur Wahrheit des Evangeliums den Weg Christi und der Apostel, wenn sie anerkennt und dafür eintritt, dass der Grundsatz der religiösen Freiheit der Würde des Menschen und der Offenbarung Gottes entspricht. ... Gewiss ist bisweilen im Leben des Volkes Gottes auf seiner Pilgerfahrt - im Wechsel der menschlichen Geschichte - eine Weise des Handelns vorgekommen, die dem Geist des Evangeliums wenig entsprechend, ja sogar entgegengesetzt war ..." DH 12)

4. Das Verhältnis zum Judentum
Es ist eine traurige Tatsache, dass bis Mitte des vergangenen Jahrhunderts der Antisemitismus auch aus vielen Bestandteilen der kath. Liturgie, Glaubensverkündigung und Predigt immer neue Nahrung erhielt. Papst Johannes XXIII war entschlossen, dem ein Ende zu machen.
Es ist immer wieder in Erinnerung zu rufen: Die Erwählung und die Berufung der Kirche haben in Israel ihren Anfang, und Israel ist die bleibende Wurzel der Kirche aus Juden und Heiden. Es ist ganz klar eine Chance, dass es wieder lebendiges jüdisches Gemeindeleben hier in Bremen gibt. Die Juden sind unsere älteren Geschwister im Glauben. Es ist völlig klar: In Predigt und Glaubensunterweisung dürfen auf keinen Fall die Juden als von Gott verworfen oder verflucht dargestellt werden! Dies sollte selbstverständlich sein - dennoch ist eine Erinnerung sinnvoll.

5. Das Verhältnis zum Islam
Das Konzil fordert auf, "sich aufrichtig um gegenseitiges Verstehen zu bemühen und gemeinsam einzutreten für Schutz und Förderung der sozialen Gerechtigkeit, der sittlichen Güter und nicht zuletzt des Friedens und der Freiheit aller Menschen" (NA 3)
Es gibt Erfahrungen, dass die kath. Kirche und der Islam gut miteinander leben, z. B. in einigen Regionen in Nigeria.

6. Konkrete Impulse
a) Kenntnisse über die Religionen vermittelnZunächst: Selbstvergewisserung, dann DialogAn unseren Schulen: konfessioneller RU

b) Gemeinsam gesellschaftliche Herausforderungen annehmen, z. B. IntegrationBei allem Wissen über Mängel dürfen wir nicht übersehen, dass die Mehrheit der Menschen mit Migrationshintergrund integriert in Deutschland lebt.

c) Kennen lernen - Nachbarschaft pflegend Den Christlichen Glauben präsentieren

Abschluss: Tatsache, Herausforderung und auch Chance

Kritik an Politikern: Wenig flexibel und weit weg von der Basis

Weserkurier vom 06. Mai 2010, © Daniel Goerke

Bremen. Der Rechtsanwalt und Journalist Michel Friedmann lies zwar auf sich warten, aber als er da war, geizte er nicht mit klaren Aussagen. "Wir haben die Politiker die wir verdienen", lautet sein erster Satz bei der Podiumsdiskussion der Initiative "Bremen kommt" über das Thema "Politik- und Parteienverdrossenheit" im Swissôtel. Mit ihm diskutierten der Bremen Journalist Axel Brüggemann, die Vorsitzende des Verbandes der Jungen Unternehmer in Bremen und Niedersachsen, Lencke Wischhusen, sowie die sozial engagierte Künstlerin Christine Witte.

Eine immer geringer werdende Wahlbeteiligung, schwindende Mitgliederzahlen bei den Parteien und Frust in der Bevölkerung - die Indizien für wachsende Politikverdrossenheit mehren sich. Während die Unternehmerin Lencke Wischhusen den Politikern vor allem mangelnde Flexibilität vorwarf, kritisierte Christine Witt die unzureichende Kommunikation mit der Bevölkerung. "Die Politiker müssen auch an die Basis gehen", forderte sie."

Nach Ansicht von Axel Brüggemann gibt es zu wenig Innovation innerhalb der Parteien. Politikverdrossenheit hält er für das falsche Wort. "Politikerverdrossenheit müsste es heißen."

Michel Friedmann warnte davor, die Einflussmöglichkeiten von Politik zu überschätzen. "Die Politiker sollen immer die ganz Besonderen sein." Aber auch die Politik sei eben nur ein Spiegelbild der Gesellschaft. Friedmann plädiert für mehr Engagement und weniger Lethargie. "Machen wir den Politikern Dampf", rief er den rund 150 Zuhörern zu.

> Fotokopie vom Original Artikel (JPG)

Neuer Verein will Bremens Ansehen verbessern

Weserkurier vom 12. Dezember 2010, © Daniel Goerke

Bremen. Bremens Bild in der Öffentlichkeit ist negativ geprägt. Die Hansestadt hat die höchste Pro-Kopf-Verschuldung aller Bundesländer, die schlechtesten Plätze bei den Pisa-Umfragen und schlechte Arbeitsmarktzahlen. Ein neuer Verein will zeigen, dass Bremen viel besser ist als allgemein behauptet wird.

Es ist ein Angriff auf die Köpfe, was Hans-August Kruse und Manfred Michel vorhaben. Deshalb haben sie den Verein "Bremen kommt" gegründet. Bremens Bild in der Öffentlichkeit sei geprägt von negativen Gesichtspunkten, steht in dem Flyer des Vereins. Die Hansestadt habe die höchste Pro-Kopf-Verschuldung aller Bundesländer, die schlechtesten Plätze bei den Pisa-Umfragen zu den Schulleistungen, schlechteste Arbeitsmarktzahlen und so weiter. "Eigentlich könnte ich in die Weser springen, weil es so schlimm ist", sagt Kruse, Kulturmanager und stellvertretender Vorsitzender des Vereins. Aber das macht er nicht. Vielmehr will er mit anpacken. Und das Hand in Hand mit den 16 Gründungsmitgliedern des Vereins.

"Die zentrale Frage ist doch: Wie kann ich meine eigene Lebensqualität verbessern", sagt er. Mit dem Verein wolle man Menschen motivieren, sich einzumischen. "Wir haben eine Diskussions- und Handlungsplattform geschaffen", beschreibt Michel, Vorsitzender des Vereins, die Kernidee des Projekts. So will der Verein etwa in der Diskussion mit unterschiedlichen Referenten neue Positionen erarbeiten und Initiativen entwickeln, um Wege aufzuzeigen, die das Ansehen der Hansestadt weiter verbessern.

"Wir haben schon konkrete Projekte, mit denen wir anfangen wollen", sagt Kruse. Aber noch seien diese nicht spruchreif. "Ein Thema, das mir sehr am Herzen liegt, ist die Bildung. Aber auch das Zusammenleben von Jung und Alt wird beispielsweise ein Thema in unseren Arbeitsgruppen sein", ergänzt Michels.

Die Gründungsmitglieder des Vereins stammen aus allen Bereichen der Wirtschaft. "Und trotzdem stehen wir allen Interessierten offen gegenüber", sagt Kruse. Alle, die nicht nur reden, sondern auch handeln wollen, seien bei "Bremen kommt" willkommen. Einzige Voraussetzung sei der jährliche Mitgliedsbeitrag von 240 Euro und die Zustimmung des Vorstandes.

"Uns ist es aber wichtig, dass wir eine relativ kleine Gruppe bleiben. Nur dann kann man noch ein intensives Gespräch führen", ist Michels überzeugt. Der Verein sei politisch unabhängig, betont er. "Unser Verein versteht sich nicht als Konkurrenz zu anderen Verbänden oder Institutionen." Alle weiteren Informationen sind unter der Telefonnummer 231161 zu erhalten

Im Blickpunkt

Podiumsdiskussion zum Thema "Innen statt außen vor - Bremen 2025"
Podiumsdiskussion: Innen statt außen vor - Bremen 2025
v.l.: M. Michel, H. Münch, H. Ihnen, H.-A. Kruse
v.l.: M. Michel, H. Münch, H. Ihnen, H.-A. Kruse

Videomitschnitt der Veranstaltung zur "Politikverdrossenheit"

WeserKurier vom 6.5.2010
WeserKurier vom 6.5.2010